| Mehdorn: ICE-Bahnhof Montabaur ist auf gutem Weg |
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| Mittwoch, den 12. Mai 2004 um 01:00 Uhr |
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Bahnchef rät Westerwäldern: Von Unkenrufen und Miesmachern nicht beeinflussen lassen - Bedeutung der Strecke wächst WESTERWALDKREIS. "Wir transportieren Menschen. Solange im Bahnhof Montabaur Menschen zusteigen wollen, werden wir auch dort halten." Mit diesen Worten skizzierte Bahnchef Hartmut Mehdorn seine Haltung zum ICE-Bahnhof Montabaur, als er sich am Samstag über die Stabsrahmenübung nach einem angenommenen Bahnunglück in Montabaur informieren ließ (die WZ berichtete). Mit Landrat Peter Paul Weinert, Bürgermeister Edmund Schaaf und hohen BGS-Offizieren besichtigte Mehdorn kurz den ICE-Bahnhof. Sowohl das Bahnhofsumfeld als auch die Geschäftsflächen in der Bahnhofshalle und der kürzlich mit Hilfe des Kreises eröffnete Reisebedarfsladen gefielen dem Bahnchef. Anerkennung zollte Mehdorn der Zahl der täglich ein- oder aussteigenden ICE-Fahrgäste, die bei annähernd 2000 liegt. Auf dem Rückflug nach Frankfurt wurde Mehdorn im BGS-Hubschrauber vom Landrat begleitet - Gelegenheit für ein Gespräch über Westerwälder Wünsche und Verbesserungsvorschläge. Weinert regte an, dass die Fahrplan-Gestalter der Bahn AG rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember mit sachkundigen Vertretern der Region das Gespräch suchen sollten, um nicht am Bedarf der Westerwälder Bahnkunden vorbei zu planen. Vor allem die Frühzüge von Montabaur nach Frankfurt und Köln, aber auch die Direktverbindungen zum Flughafen Köln/Bonn sollten bei diesem Treffen angesprochen werden. Ein weiteres Thema war die mittlerweile schon drückende Parkplatznot rings um den Bahnhof. Mehdorn und Weinert waren sich darin einig, dass die kostenlosen Parkplätze am Bahnhof für Bahnreisende und Abholer vorbehalten sein müssen. Die Mitglieder von Autobahn-Fahrgemeinschaften sollten andere Parkplätze nutzen. Gegebenenfalls müsse über den Bau weiterer Parkplätze gesprochen werden. Flächen dafür sind noch vorhanden. Ausreichende Parkmöglichkeiten an den Bahnhöfen entlang der freien Strecke seien für die Bahn ein wichtiges Qualitätsmerkmal, signalisierte Mehdorn. Der ICE-Bahnhof Montabaur verfügt nicht nur über einige Hundert kostenloser Parkplätze sowie eine Tiefgarage, sondern auch über einen eigenen Autobahnanschluss. Gemeinsam mit der Mainzer Landesregierung soll weiterhin das Ziel verfolgt werden, an der A 3 weit genug vor den Ausfahrten zum ICE- Bahnhof Info-Tafeln oder sogar elektronische Anzeigen zum Zugverkehr aufzustellen, um Autofahrer zum Umsteigen auf die Bahn zu ermuntern. Das Bundesverkehrsministerium stellt sich bislang jedoch gegen diese Pläne. Langfristig werde die Bedeutung und die Attraktivität des Bahnhofs Montabaur noch deutlich zunehmen, verriet Mehdorn dem Landrat während des Fluges nach Frankfurt. Denn in den nächsten Jahren werde die Schnellfahrstrecke Köln - Rhein-Main an beiden Enden durch attraktive ICE-Trassen verlängert: im Süden nach Stuttgart und München, im Norden bis hinauf nach Hamburg. Das "Tor zur Welt" an der Elbe werde dann von Montabaur aus in weniger als zwei Stunden mit dem ICE erreichbar sein. Insgesamt, so der Eindruck von Peter Paul Weinert, zeigte sich Mehdorn durchaus angetan vom Bahnhof Montabaur und dessen Zukunftschancen. "Unkenrufen", wonach die Bahn sich nach Ablauf der Bestandsgarantie vom ICE- Bahnhof Montabaur abwenden werde, beantwortete Hartmut Mehdorn beim Abschied in Frankfurt mit den Worten: "Lasst euch nicht von Miesmachern beeinflussen!" Horst Schaefer Vorschau: Nicht verfügbar... Quelle: Westerwälder Zeitung vom 12.05.2004, Seite 17. |