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FOC Montabaur: Eröffnung 2011? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 01. April 2009 um 08:21 Uhr

Investor Dommermuth: Ausschreibungen und Vergabegespräche laufen - Investitionssumme liegt bei 50 Millionen Euro

Die Kreisstadt Montabaur setzt auf dem Weg zum Factory-Outlet-Center klare Signale. Kommune, Investor und Betreiber üben demonstrativ den Schulterschluss.

MONTABAUR. Die Planungen für das Factory-Outlet-Center (FOC) am ICE-Bahnhof in Montabaur schreiten mit Hochdruck voran, obwohl der juristische Streit um das 50-Millionen-Euro-Projekt noch nicht entschieden ist (die WZ berichtete). Laut Investor Rainer Dommermuth, Geschäftsführer der Immobilienfirma Sket und Bruder von ICE-Park-Investor Ralph Dommermuth, laufen die ersten Ausschreibungen und Vergabegespräche bereits, wenngleich ein exakter Baubeginn noch nicht feststeht. Klare Ziele setzt Dommermuth aber trotzdem und strebt eine Eröffnung des FOC Mitte des Jahres 2011 an. Die geschätzte Bauzeit liegt zwischen 12 und 14 Monaten, sagte der Immobilienexperte bei einer Pressekonferenz im Montabaurer Rathaus, bei der sich auch Willem Veldhuizen, Geschäftsführer der Firma Stable International, erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Das Unternehmen aus den Niederlanden soll Betreiber des FOC werden, ist als Immobilienentwicklungs- und Beratungsgesellschaft auf den Einzelhandelsmarkt spezialisiert und betreibt mit dem Batavia Stad Outlet Shopping in den Niederlanden seit dem Jahr 2001 bereits ein FOC. Weitere Projekte in Deutschland sind geplant.

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So stellt sich der Planer das Factory-Outlet-Center in unmittelbarer Nähe des ICE-Bahnhofs Montabaur vor.

Stable International will sich langfristig in Montabaur engagieren und ist laut Veldhuizen überzeugt vom Erfolg des "traumhaften Mikrostandortes" Montabaur mit unmittelbarer Anbindung an die A 3 und den ICE-Bahnhof. Der Niederländer sprach von einem guten Einzugsgebiet mit hoher Kaufkraft, in dem (angenommen wird ein Umkreis von 90 Fahrminuten) 17 Millionen Menschen leben. Investor und Betreiber rechnen mit einem Besucheraufkommen von bis zu zwei Millionen Kunden jährlich, die einen Umsatz zwischen 53 und 59 Millionen Euro in die Kassen der Läden im FOC spülen sollen.

2009_04_01_foc_eroeffnung2011_foto2Optimisten in Sachen FOC
(von links): die Bürgermeister Edmund Schaaf (VG Montabaur) und Klaus Mies (Stadt), Willem Veldhuizen (Betreiberfirma) und Rainer Dommermuth (Investor).

 

 

Eine Erweiterung des auf 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche begrenzten Factory-Outlet-Centers ist im Moment kein Thema, aber, das klang bei der Pressekonferenz durch, auch nicht für alle Zukunft ausgeschlossen. Veldhuizen und Dommermuth machten allerdings deutlich, dass sie davon überzeugt sind, mit einem FOC in der jetzigen Größenordnung wirtschaftlichen Erfolg erzielen zu können. Zumal der Trend zu kleiner dimensionierten Läden geht und in Montabaur zwischen 60 und 70 Anbieter in das Outlet-Center aufgenommen werden können. Veldhuizen sprach von sehr positiver Resonanz bei potenziellen Partnern, die künftig in Montabaur hochwertige Markenware zu kleinen Preisen anbieten wollen.

Bürgermeister Edmund Schaaf übte indes Kritik an den Nachbarkommunen, die gegen das FOC klagen, aber am eigenen Stadtrand Einzelhandelsangebote entwickeln, in denen sie offensichtlich keine Gefahr für die eigene Innenstadt zu erkennen vermögen. Ohne den Richtern vorgreifen zu wollen, gab sich der Bürgermeister der VG Montabaur im Blick auf den Rechtsstreit mit den Nachbarn doch optimistisch. Die Investitionssumme von 50 Millionen Euro sei zudem ein ohne öffentliche Fördermittel aufgelegtes Konjunkturprogramm, von dem Firmen aus einem weiten Umkreis profitieren würden.    (jgm)

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