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Politiker und Wirtschaftsexperten sprachen mit DB-Generalbevollmächtigten Gerhard Schinner - Weitere Verbesserungen für ICE-Bahnhof angestrebt
WESTERWALDKREIS. Teilerfolg für Ulla Schmidts Initiative "Bürger für den ICE-Bahnhof Montabaur", Politiker und Wirtschaftsfachleute, die sich für weitere Verbesserungen am Bahnhof einsetzen: Die Deutsche Bahn AG will das Fahr- gastaufkommen speziell an den Haltepunkten Bonn-Siegburg und Limburg prüfen, um eventuell auch für Montabaur einen Halt des sogenannten Lufthansa-Zuges zu bewerkstelligen. Die unkomplizierte Anfahrt mit dem Flugticket per Bahn zum Airport ist bisher in Montabaur noch nicht möglich. Um diesen Punkt und weitere Verbesserungen ging es bei einem Gespräch gestern am ICE-Bahnhof mit dem Generalbevollmächtigten der Deutsche Bahn AG, Gerhard Schinner. Neben der Gründerin der Bahn-Initiative, MdL Ulla Schmidt, nahmen auch die Bürgermeister Edmund Schaaf und Klaus Mies, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Winfried Noll, der IHK-Geschäftsstellenleiter Richard Hover und der Reiseveranstalter Gerhard Krohmann an dem Gespräch teil. Schinner versprach, die Zahl der Fahrgäste der insgesamt 13 Lufthansaverbindungen zu analysieren: "In erster Linie wollen wir ein Geschäft machen, die Initiative hilft uns dabei. Alle Anregungen nehmen wir ernst."
Reiseveranstalter Krohmann sprach davon, dass Kunden wieder vermehrt von der Monatskarte auf das Auto umsteigen: "Zurzeit stagniert der Kartenverkauf." Winfried Noll räumte zwar gelegentliche Einschränkungen etwa beim Parkplatzangebot ein - "aber das Produkt ist gut." Und Richard Hover hielt fest: "Verschlechterungen müssen vermieden werden."
Nicht nur Schmidt nannte Schinner einen verlässlichen Ansprechpartner, für VG-Bürgermeister Schaaf sind die bisher erreichten Erfolge auf das gute Miteinander zwischen Bahn, Kreis, Stadt und Verbandsgemeinde zurückzuführen: "Die Bahn nimmt uns ernst, unsere Wünsche umzusetzen." Schinner bekräftigte nochmals die Haltung der Bahn, Montabaur nicht aufzugeben: "Ich spüre immer wieder die latente Angst, wir würden an dem Bahnhof herumknabbern. Das stimmt nicht." Hans-Peter Kohlbecker, Leiter Bahnhofsmanagement (DB Netze), nannte 2414 Personen als Zuggast-Mittelwert aus dem Jahr 2008 für den Halt in Montabaur. Eine neue Zählung soll es nach Beendigung der Arbeiten bei Mainz im Herbst geben. Kohlbecker bezeichnete die Parkplatzsituation als "nicht ganz befriedigend"; ein kleines Problem seien nach wie vor die Fremdnutzer (etwa Gäste für Reisebusse); das Zuparken von Feuerwehrzufahrten sei indes weitgehend abgestellt: "Auf Strafzettel haben wir bisher verzichtet." Die derzeitige Parkkapazität bezifferte Noll auf etwa 1100 Stellplätze: "Aber da tut sich was."
Seitdem die ICE-Züge alle 30 000 Kilometer zur Achskontrolle müssten, so Schinner, sei ein Ende des Kapazitätsengpasses kaum absehbar. Man habe aber neue Züge in Auftrag gegeben: "Das hilft aber nur mittelfristig. Wir müssen Geduld haben." Bis dahin, so Ulla Schmidt abschließend, werden die 4500 Mitglieder der ICE-Initiative sicherlich noch viele Verbesserungsvorschläge für Montabaur machen. (kf)
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Fahrgastzahlen Bahnhof Montabaur - Entwicklung
Anlagen:
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Download als PDF | Westerwälder Zeitung vom 11.03.2009, Seite 11. |
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