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ICE-Park Montabaur
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Dienstag, den 17. Juni 2008 um 01:00 Uhr
Kreistagsfraktionen begrüßen die Entwicklung


Die Entwicklung des ICE-Bahnhofs und seines Umfelds wird von Vertretern aller Kreistagsfraktionen gelobt; desselben Kreistages im Übrigen, der sich im September 1989 mit einer Resolution mehrheitlich gegen die geplante Trassenführung durch den Westerwald ausgesprochen hatte. Es blieb nach Angaben von Landrat Peter Paul Weinert der einzige Beschluss dieses Gremiums, den er während seiner bisherigen Amtszeit nicht ausgeführt hat.

2008_06_17_impulsgeber_region_fotoEin Kreisverkehrsplatz soll in der Alleestraße (K 82) für eine bessere Anbindung an den ICE-Bahnhof sorgen - ein weiterer Kreisel soll zwischen ICE-Trasse und der Autobahn, an der Zufahrt zum Bahnhofsparkplatz, entstehen. Foto: Kurt Frank







Edmund Schaaf (CDU): "Die CDU-Fraktion kann für sich in Anspruch nehmen, auf allen kommunalen Ebenen von Anfang an an diesen Bahnhof in Montabaur geglaubt, dafür gekämpft und viel dafür getan zu haben, dass er ein erfolgreicher Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wird. Die positive Strahlwirkung des ICE-Bahnhofs geht nach unseren Wahrnehmungen weit über das enge Bahnhofsumfeld hinaus. Der Westerwaldkreis als Wirtschaftsstandort hat durch die erfolgreiche Etablierung des Bahnhofs einen beachtlichen Imagegewinn erzielt, sich als dynamisch wachsender Wirtschaftsstandort einen Namen gemacht. Meine Prognose für die Zukunft lautet: Mit zunehmendem Fachkräftemangel in der Wirtschaft wird es auch für die Unternehmen in unserer Region ein Plus sein, wenn qualifizierte Mitarbeiter aus den Ballungsräumen mit dem ICE zu den Standorten im Westerwald reisen können."

Hans-Jürgen Heene (SPD): "Keine Frage, dass gerade wir die damaligen Ängste der Menschen ernst genommen haben. Wichtig und entscheidend war, dass diesen Bedenken überwiegend im Genehmigungsverfahren abgeholfen werden konnte. Räume brauchen Magnete, Leuchttürme, um eine positive Entwicklung aufzuzeigen. Wir Westerwälder haben Leuchttürme, ein ganz entscheidender ist der ICE-Bahnhof. Eine Verzahnung des ICE-Bahnhofs mit Tourismus und Kultur unter dem Stichwort ,Westerwald erleben' ist sicherlich eine der Chancen, Potenziale abzurufen. Wir sind sicher, dass es weitere Möglichkeiten gibt, den Gesamtraum Westerwald stärker einzubinden. Voraussetzung dafür ist, die Lebensadern des Westerwaldes, die Straßen, auszubauen und den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen, um eine optimale Erreichbarkeit zu schaffen."

Klaus Müller (FWG): "Wir sollten uns alle gemeinsam über das Erreichte freuen, aber uns nicht darauf ausruhen. Auch wir sehen dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich einer Erweiterung, ich betone, des kostenlosen Parkplatzangebotes für die Bahnkunden. Der Erhalt der kostenfreien Parkplätze ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Nutzung der ICE-Verbindungen."

Klaus Koch (FDP): "Der ursprünglich geplante ICE-Halt in Montabaur ist zum Bahnhof für die ganze Region Mittelrhein-Westerwald geworden. Viele Menschen sind insbesondere in die Verbandsgemeinde Montabaur gezogen, weil sie die hervorragende Verbindung zu ihrem Arbeitsplatz in den Ballungszentren mit der hohen Wohnqualität im Westerwald verbinden konnten."

Dr. Annelie Scharfenstein (Bündnis90/Die Grünen): "Das Gebiet um den ICE-Bahnhof Montabaur stellt einen eindeutig positiven Wirtschaftsfaktor dar. Damit in puncto Mobilität die Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung nicht zugunsten des Zu- und Abflusses aus der großen, weiten Welt vernachlässigt werden, halte ich die Überlegung für statthaft, dass auch ein Vertreter des ,Einflugknotens Montabaur' in der Lärmschutzkommission mitarbeitet. Denn zehn Prozent der Flugbewegungen von und nach Frankfurt werden über Montabaur geleitet." (jgm)

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