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ICE-Park Montabaur
ICE-Fahrplan setzt auf Pendler PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 25. September 2007 um 02:00 Uhr
Bahnhof Montabaur bleibt 2008 stark auf Rhein-Main ausgerichtet - Mehr Direktverbindungen über Köln und Frankfurt hinaus

Mit Spannung warten die Menschen in der Region auf den neuen Fahrplan für den ICE-Bahnhof in Montabaur. Der WZ liegt das neue Zugangebot für das Jahr 2008 vor.

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MONTABAUR. Die Pendler bleiben für die Deutsche Bahn AG auch 2008 die wichtigste Kundengruppe am ICE-Bahnhof in Montabaur. Der neue Fahrplan, der vom 9. Dezember an gilt, richtet sich erneut vor allem an Arbeitnehmern aus, die zum großen Teil in Richtung Rhein-Main-Gebiet, aber auch nach Norden streben und neben den kostenlosen Parkplätzen am ICE-Bahnhof die schnelle Verbindung zu den Hauptbahnhöfen in Frankfurt (43 Minuten) und Köln (38 Minuten) schätzen. Berücksichtigt man alle Züge, die mindestens von Montag bis Freitag, zum Teil auch täglich verkehren, sinkt die Zahl der Halte an Werktagen um 3 und liegt bei 34. Hinzu kommen zwei Züge, die nur samstags (ICE 1826, München-Dortmund, Abfahrt 19.53) und sonntags (ICE 617, Dortmund-Stuttgart, Abfahrt 21.16 Uhr) unterwegs sind.

In den Landeshauptstädten wird man es nicht gerne hören: Die nachfrageschwache Linie 45 nach Mainz/Wiesbaden muss bluten. Der ICE 716 (Mainz-Köln, Abfahrt in Montabaur 10.21 Uhr) und der ICE 719 (Köln-Mainz, Abfahrt 19.38 Uhr) entfallen ebenso wie der ICE 221 (Amsterdam-Frankfurt, Abfahrt 15.58 Uhr). Die Niederländer bestehen auf einer schnellen Städteverbindung, so Dr. Wolfgang Weinhold, Leiter des Bereichs Netzmanagement der DB AG.

Neu (und besser) im Fahrplan 2008: Der ICE 713 (Köln-Mainz, Abfahrt in Montabaur künftig 7.38 Uhr) fährt zwei Stunden früher als bisher und wird damit vor allem für Pendler attraktiver (Ankunft in Wiesbaden 8.11 Uhr, Mainz 8.30 Uhr). Weitere Verbesserung: Die Zahl der Direktverbindungen über Köln-Frankfurt hinaus steigt: Von München nach Montabaur fahren wöchentlich statt 27 nun 41 Züge. In umgekehrter Richtung bleibt die Zahl der ICEs, die in vier Stunden direkt in die bayerische Landeshauptstadt sausen, mit ebenfalls 41 pro Woche stabil. Die Zahl der wöchentlichen Direktverbindungen von und nach Dortmund und Essen steigt um 34 an. Neu ist unter anderem der ICE 824, der von Darmstadt nach Essen fährt und um 7.42 Uhr in Montabaur hält (Abfahrt 7.44 Uhr).

DB-Manager Weinhold geht davon aus, dass das Zugangebot auch in den nächsten Jahren stabil bleiben wird und wertet die ersten fünf Jahre ICE-Bahnhof Montabaur als Einarbeitungsphase. "So lange braucht man, um ein Gefühl für den Markt zu bekommen", sagt Weinhold, der jetzt zu wissen glaubt, wie groß das Kundenpotenzial ist, wo die Leute hinwollen und wann sie schwerpunktmäßig zusteigen.

In ersten Reaktionen zeigten sich Wilfried Noll (Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Bürgermeister Edmund Schaaf (VG Montabaur) und Achim Schwickert (Leitender Staatlicher Beamter der Kreisverwaltung) zufrieden mit dem neuen Zugangebot. Noll bringt es auf Punkt: "Wir brauchen diese Kontinuität, das ist ein wichtiges Signal nach draußen." (jgm)

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