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ICE-Park Montabaur
Region profitiert vom ICE PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 11. Juli 2007 um 02:00 Uhr

Grundstückspreise sind in der VG Montabaur überproportional gestiegen

MONTABAUR. Jetzt ist es amtlich: Der Ausbau der ICE-Strecke Köln-Frankfurt mit dem ICE-Bahnhof in Montabaur hat den Grundstücksmarkt im Westerwaldkreis und vor allem in der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur aufblühen lassen. Das hat eine Untersuchung der Geschäftsstelle des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Rheinland-Pfalz ergeben.
Seit 1996 sind die Bodenpreise in der VG Montabaur gegenüber dem Landesdurchschnitt überproportional gestiegen, aber auch gegenüber dem Westerwaldkreis liegen die Werte um 16 Prozentpunkte höher - und das auf einem höheren Bodenwertniveau. So lag der Wert des Wohnbaulandes bei Ein- und Zweifamilienhäusern vor elf Jahren noch bei rund 50 Euro pro Quadratmeter, 2002 hatte sich der Wert bereits auf 90 Euro pro Quadratmeter erhöht. Eine Steigerung von 80 Prozent ist als deutliches Zeichen für Wachstum anzusehen. Im gleichen Zeitraum ist der Bodenwert im Westerwaldkreis "nur" um 64 Prozent angestiegen.

Offensichtlich haben sich viele Berufstätige durch die gute und schnelle Anbindung durch den ICE an die Ballungsräume Köln und Frankfurt überzeugen lassen und sich im Westerwald angesiedelt. Dafür spricht auch die Bevölkerungsentwicklung, die entgegen dem Trend im Westerwaldkreis steigend verläuft.

Aber nicht nur Arbeitnehmer haben die Vorzüge der Region erkannt. Auch die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken ist gestiegen. Die hat eine stark gestiegene Steuereinnahmekraft in der VG Montabaur zur Folge, so das Ergebnis der Untersuchung.

Bürgermeister Edmund Schaaf zeigte sich erfreut über das gute Zeugnis, dass der Region ausgestellt wurde. Der ICE-Bahnhof und die Autobahnanbindung seien für die Attraktivität der Region als Wohn- und Gewerbestandort immens wichtig. Dies sei eine Bestätigung der Maßnahmen, die in den vergangen Jahren eingeleitet wurden. "Die Entwicklung der Bodenpreise ist sicher positiv für die Grundstückseigentümer. Doch wir müssen aufpassen, dass wir nicht durch die zu starken Steigerungen bei den Bodenpreisen in unserer Konkurrenzfähigkeit mit anderen Standorten beeinträchtigt werden." Dem soll durch die Initiativen zur Ortskernbelebung begegnet werden. "Es werden aber auch weiter maßvoll Neubaugrundstücke ausgewiesen", erläutert der Bürgermeister. Zudem sei die Verbandsgemeinde bestrebt, Unternehmen preiswerte Gewerbegrundstücke anbieten zu können. (cam)

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Diese Datei herunterladen (2007_07_11_wwz_region_profitiert_vom_ice.pdf)Download als PDFWesterwälder Zeitung vom 11.07.2007, Seite 11.